antifa logo Bonn am 1. Mai? Nazifrei!

Am 1. Mai rufen Neonazis zu einer Demonstration unter dem Motto „Finanzsysteme brechen – Knechtschaft überwinden“ in der Bonner Innenstadt auf. Beworben wird der Neonaziaufmarsch zur Zeit von sogenannten „Freien Kräften aus dem Rheinland“. Wie jetzt durch eine Anfrage der schwarz-grünen Mehrheit im Stadtrat bekannt wurde, lag der Polizei diese Anmeldung bereits im Januar vor. Erst nachdem der „Nationale Widerstand Dortmund“ die in Dortmund angemeldete Demonstration zurückgezogen hatte, wurde dies in Bonn bekannt gegeben. Die Anmeldung in Bonn erfolgte, ähnlich wie bereits 2008, von einem Anmelderkreis und nicht nur von einer Einzelperson. Genau wie 2008 liegt die Hauptverantwortung beim altgedienten Neonazikader Christian Malcoci. Malcoci gehört seit Jahrzehnten zum harten Kern der internationalen Neonaziszene. Zu den Stationen seines Wirkens gehören namhafte Naziorganisationen, die zum großen Teil verboten wurden: die NSDAP-Aufbau- und Auslandsorganisation (NSDAP-AO), die Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA, verboten 24.11.1983), die Nationale Offensive (NO, 21.12.1992 verboten), die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP, 24.02.1995 verboten), das Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Adolf Hitlers, die Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG 21.09.2011 verboten). Zum Anmelderkreis gehört auch Sven Skoda, der zur Zeit wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft sitzt.
Im Bonner Raum hatte sich über die letzten Jahre das „Aktionsbüro Mittelrhein“ zu einem festen Bestandteil der bundesweiten, parteiungebundenen, neonazistischen Strukturen entwickelt. Neonazis aus Bonn und dem nördlichen Rheinland-Pfalz fahren auf Naziaufmärsche national wie international und stellten Demostrukturen wie Lautsprecherwagen und Ordnerdienste bereit. In Bonn selber firmieren die Nazis unter dem Namen „frontal national Bonn“, einem Internetprojekt des „Aktionsbüro Mittelrhein“. Auch wenn die regionalen Nazistrukturen durch die Verhaftungen rund um die Ermittlungen gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ geschwächt sind, verfügen sie durch die Zusammenarbeit mit Neonazis der altgedienten „Kameradschaft Sturm 8-12“ um den bundesweit bekannten Neonazi Ralph Tegethoff, den „Freien Kräften Köln“ um Axel Reitz, aber vor allem auch Neonazis aus Aachen (Kameradschaft Aachener Land), Düren (Organisatoren-Team des Naziaufmarsches in Stolberg), Wuppertal und Dortmund über ausreichende Unterstützung, um die Nazi-Mai-Demonstration auch wirklich organisieren zu können.
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